KG Schnapskännchen feiert Große Kostümsitzung

Abwechslungsreiches Programm und gut gelauntes Publikum im Festzelt am Sandweg

Kurz nach 17.00 Uhr zogen Senatspräsident Jürgen AC Kreuzer und Präsident Tom Beys samt Elferrat auf die Bühne des Festzeltes am Sandweg. Mit ihnen marschierten die Funken Rot-Weiß Hürth-Geuel ein, füllten die Bühne bis auf den letzten Platz und setzten ein beeindruckendes optisches Bild an den Anfang der Großen Kostümsitzung. Mit dabei waren das Tanzpaar, Damentanzcorps, Garde und Offizierscorps sowie der Regimentsspielmannszug, so dass die Sitzung tänzerisch und musikalisch gelungen startete.

Präsident Tom Beys begrüßte inmitten seines gut gelaunten Elferrats die bunt kostümierten FestzeltbesucherInnen, unter ihnen auch Freunde und SenatorInnen aus Politik und Karneval, und konnte den ersten Redebeitrag des Abends ankündigen.

Lieselotte Lotterlappen war gut gelaunt und hatte „ihre“ Freude am Elferrat und für jeden einen passenden Kommentar parat zu Alter, Figur,  Frisur oder Trinkgewohnheiten. Joachim Jung verkörperte wieder gekonnt schrill, charmant und schlagfertig seine Bühnenfigur und packte das Publikum von Anfang bis Ende seiner Darbietung.

Auch Martin Schopps, der in diesem Jahr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert, hatte keine Mühe, die Aufmerksamkeit der Jeckenschar zu gewinnen. Witzig und pointiert erzählte er aus seinem Leben als Lehrer, analysierte die heutige Kindererziehung und Namensgebung und beendete wie stets seinen Besuch mit seinem „… leider nicht“-Zukunftskrätzchen.

Im dritten Redebeitrag zu später Stunde zeigten sich Willi und Ernst äußerst gut gelaunt. Die „Freunde seit der Grundschulzeit“ waren zwar nicht immer einer Meinung, doch trug dies zu besonderer Heiterkeit im Publikum bei. Sie bedankten sich am Ende ebenso wie Jung und Schopps für das respektvolle Zuhören.

Die Sitzungskapelle „Thomas Arens Combo“ musste bei den Redebeiträgen so manchen Tusch spielen und schaffte es immer wieder gekonnt, passende Lieder einzuspielen. Dadurch war sie ein weiteres Highlight des Abends.

Dass die Festzeltbesucher nicht nur aufmerksame Zuhörer sind, sondern auch textsicher und musikalisch zu begeistern, davon konnten sich die Musikgruppen und Bands des Abends überzeugen.

Die Band Fiasko hatte Lieder wie „Anita“, „För dich“ oder „Et Lävve kütt vür’m Dud“ im Gepäck. Zack coverte gekonnt die aktuellen Lieder des Kölner Karnevals.

Mit Miljö gab es weiteres Kölsches Lebensgefühl auf der Bühne und grandiose Stimmung im Festzelt.

Auch Präsident Tom Beys und sein Elferrat genossen sichtlich die Sitzung und sorgten mit Schunkeleinlagen, rot-blauen Pompons und Leuchtstäben für Stimmung im Background der Bühne.

Das Tanzcorps Fidele Sandhasen Oberlar stellte die zweite Belastungsprobe des Abends für die Bühne dar und begeisterte mit ihren Tänzen, Hebefiguren und Formationen das Publikum.

Ebenso rasant, akrobatisch und äußerst taktsicher waren die Tänzer des Fauth Gentlemen Ensemble der Fauth Dance Company, die ein gefühlt endloses Potpourri tänzerisch umsetzten.

Die Rot-Weißen Funken aus Güsten hatten zur Großen Kostümsitzung die Funky AvantGarde mit einem flotten Marschtanz mitgebracht.

Sie setzten zudem den Schlusspunkt der Kostümsitzung mit dem Auftritt der Funky Vibes, die die Diskografie von Michael Jackson eindrucksvoll auf der Bühne präsentierten.

Die Jackson Five bildeten – dargestellt  als Silhouetten hinter weißen Stellwänden – den Anfang des eindrucksvollen und wechselhaften Künstlerleben, im Showtanz wurden dann die Höhen und Tiefen der Pop-Ikone und tragischen Figur zum Thema und erinnerten an die großen Hits wie „Man in the Mirror“ und „Black and White“.

So endet die Große Kostümsitzung stimmungsvoll mit diesem zweiten Tanz der Rot-weißen Funken, bevor Präsident Tom Beys den Abend beschloss und mit dem Elferrat auszog.

Die Jecken, denen es noch zu früh war nach Hause zu gehen, konnten im Vorzelt noch tanzen, schunkeln und singen und so den Abend karnevalistisch ausklingen lassen. DJ Buto hatte für jeden Geschmack etwas im Gepäck.