Männerballett 24.01.2026
21. Männerballettturnier bei der KG Schnapskännchen
Neun Männerballettgruppen tanzen um den Titel bei bester Stimmung im Festzelt
Zum 21. Mal präsentierte Präsident Tom Beys im prall gefüllten Festzelt am Sandweg in Güsten die inzwischen legendäre Meisterschaft und stellte traditionell im Begrüßungslied “Herzlich willkommen in Güsten bei unserm Männertanzturnier” zur Melodie von „Looking for Freedom“ die teilnehmenden Mannschaften vor.
Zehn Gruppen hatten sich angemeldet, krankheitsbedingt konnten die „Funky Boys“ aber leider ihren Premierentanz nicht darbieten. So waren die „Dancing Donkeys“ die einzigen Newcomer des Abends.
Bevor die Männerbeine die Bühne eroberten, brachten die Tänzerinnen der “Penelope Crew” das Publikum in Tanztimmung, nachdem es bereits von DJ Heinz kräftig aufgewärmt worden war.
Anschließend bat Tom Beys von jeder Mannschaft ein Jurymitglied auf die Bühne, einige darunter “alte Hasen”, andere zum ersten Mal in dieser Rolle. Nachdem die Bewertungskriterien geklärt waren und auch die besondere Art des Applauses, das “Bellen” erklärt und erprobt war, nahmen die Jurymitglieder ihre Plätze ein. Die Funky Vibes der Rot-Weißen Funken nutzten die Zeit, ihre Hommage an Michael Jackson zu präsentieren, dann konnte das Turnier starten.
In drei Blöcken präsentierten die Herren ihre Tänze. Startplatz 1 hatten die Rurhöpper aus Tetz mit ihrem Tanz „Dia de los Muertos“ und boten so einen gelungenen Auftakt. Das Herrenballett Hellenthal war in neuer Formation wieder dabei und erzählte in seiner Tanzstory vom Kreieren und Perfektionieren eines Männerballets mit KI. Die „Dancing Donkeys“ entführten das Publikum mit „Herkules“ in die griechische Mythologie, während die Hopfendancer nach Las Vegas reisten, Roulette spielten, heirateten und Elvis auferstehen ließen. Tänzer Julian wurde anschließend zur Karaoke auserkoren und erklärte laut und schief „Ich liebe das Leben“. Bei der KG Lot de Jung in Ruh ging es beim Almabtrieb turbulent zu, denn Kuh Marie „mocht, wos sie wui“. Die „Ahle Hoot Steppers“ schalteten die Jukebox an und den Alltag aus und verbrachten einen geselligen „Männerabend“.
Bei ihrer dritten Turnierteilnahme nahmen die Titelverteidiger „Horny Hornets“ das Publikum mit auf große Schiffreise auf der MS Horny Hornet, bereisten verschiedene Länder, retteten den „Mann über Bord“ und trotzten den Stürmen. Die „Wild Boys“ zeigten sich als Rekordteilnehmer bei ihrem zwanzigsten Auftritt „On Fire“, brachten den Arbeitsalltag der Fire-Heroes auf die Bühnenbretter, retteten die Katze einer alten Dame, genossen aber auch ihren Feierabend im Fireplace Club. Das Männerballett der KG Rurblümchen hatte erneut Lospech gehabt, hatte für den letzten Startplatz des Abends aber eine tolle Playlist aus den 90ern im Gepäck und zeigte mit Herzblut: „Die beste Zeit unseres Lebens waren die 90er, ävver hück is och nit schlecht.“
Die neunköpfige Jury hatte bei der Fülle an abwechslungsreichen Themen schließlich die schwierige Aufgabe, Aufmarsch, Choreografie, Synchronität, Schwierigkeitsgrad, Kostüme, Kostümwechsel sowie Gesamteindruck und Publikumsbegeisterung zu bewerten.
DJ Heinz sorgte in den Tanzpausen und im Anschluss an das Turnier durch seinen Musikmix für hervorragende Stimmung.
Bevor es zur Siegerehrung kam, überreichte Tom Beys einen Blumenstrauß für die Arbeit der TrainerInnen – dieser ging in diesem Jahr an Sandra vom MB KG Rurblümchen.
Dann wurden Publikum und Mannschaften nicht länger auf die Folter gespannt. Den Schnapskännchen-Pokal erhielten die Ahle Hoot Steppers.
Die Hopfendancer belegten mit ihrer Performance den 5. Platz, Platz 4 ging an die Wild Boys. Auf dem Siegertreppchen wurde es eng, lagen die Mannschaften
so eng wie noch nie beieinander. Auf Platz 3 landete das Herrenballett Hellenthal. Die KG Lot de Jung in Ruh erreichten den Vizemeistertitel.
Der Siegerpokal geht somit erneut ins Heinsberger Land zu den Horny Hornets aus Gangelt. Die Titelverteidigung wurde von allen Teilnehmern gebührend auf der Bühne gefeiert, ehe es lückenlos bis weit nach 2 Uhr mit der Aftershowparty weiterging.

