„Jülicher Ring“ sagt alle Sitzungen und sämtliche Veranstaltungen der Session ab

Vor über 40 Jahren haben sich mehrere Jülicher Karnevalsgesellschaften zu einem „Ring“ zusammengeschlossen, um die Chancen bei der Verpflichtung von Künstlern für die jeweiligen Kostümsitzungen zu erhöhen. Über die Jahre hat sich der „Ring“ dann auch über die Grenzen Jülichs erweitert und viele Freundschaften sind entstanden.

Die starke Gemeinschaft zeigt sich nun auch bei dem einstimmigen Beschluss der 7 Gesellschaften, die am 30. Januar 2021 anstehenden Ring-Sitzungen und sämtliche Veranstaltungen der Session 2020/21 aufgrund der Corona-Pandemie abzusagen. Somit wird es in Selgersdorf (ULK), Stetternich (Schanzeremmele), Koslar (Fidele Brüder), Güsten (Schnapskännchen), Lövenich Hoppesäck), Niederzier (Fidelio) und Gevenich (Jecke) in der nächsten Session keine großen karnevalistischen Veranstaltungen geben. „Wir sehen uns in der Verantwortung für unsere Gäste“ so Ring-Koordinator Thomas Beys. „Selbst bei Beachtung aller Hygienevorschriften gibt es ein Restrisiko von Infektionen, vor allem wenn die Stimmung zu später Stunde etwas ausgelassener wird“.

Man habe diese Entscheidung im übrigen schon getroffen, bevor kürzlich das Land NRW die großen Sitzungen und Bälle der anstehenden Session auf die Verbotsliste gesetzt hat. „Wir wollten aber vorab alle gebuchten Künstler kontaktieren und erst aktiv das Gespräch suchen, bevor wir an die Öffentlichkeit gehen“, so Beys. So sei es tatsächlich gelungen, alle Verträge auf die Session 2022 bzw. 2023 umzubuchen, so dass keine der Ring-Gesellschaften finanziellen Schaden durch die Absage fürchten muss.

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